In einem Planer können Termine, private Notizen und Angaben zu deiner Gesundheit zusammenkommen. Prüfe deshalb den Datenweg, bevor du deinen echten Alltag einträgst. Du brauchst dafür keine Diagnose anzugeben. Beginne mit einem erfundenen Termin und einer unverfänglichen Aufgabe.
Redaktionelle Auswahlhilfe von MeinSystem anhand der unten verlinkten offiziellen Informationen. Die Fragen und das Beispiel sind praktische Vorschläge, kein Sicherheitstest einzelner Apps. MeinSystem ist selbst Anbieter einer Planungs-App.
Speicherort und Konto
Kläre, was auf dem Gerät bleibt und was an ein Konto oder einen Server übertragen wird. Offline-Nutzung allein beantwortet diese Frage nicht. Lies auch nach, ob Geräte-Backups Kopien enthalten und welche Dienstleister der Anbieter nennt.
Prüffrage: Kann ich lokale Nutzung, Synchronisierung und Backups auseinanderhalten?
Berechtigungen einzeln auswählen
Prüfe in den Geräteeinstellungen den Zugriff auf Kalender, Kontakte, Fotos und Standort. Erlaube nur den Zugriff, den du für eine gewählte Funktion brauchst. Bei einer Kalenderverbindung nachlesen, ob Termine gelesen, kopiert oder auch geschrieben werden.
Prüffrage: Kann ich den Planer zunächst ohne Kalender- und Kontaktzugriff ausprobieren?
Analyse, Werbung und KI
Suche in Datenschutzhinweisen und Einstellungen nach Nutzungsanalyse, Werbung und externen KI-Diensten. Kläre, welche Inhalte oder Kennungen weitergegeben werden und welche Optionen du hast. Eine Nutzerkennung bedeutet nicht automatisch anonyme Daten.
Prüffrage: Wer erhält Daten, zu welchem Zweck und mit welchen Einstellungen?
Sichtbarkeit außerhalb der App
Prüfe die Vorschau von Benachrichtigungen auf dem Sperrbildschirm. Schau vor dem Teilen eines Kalenders, Screenshots oder Support-Anhangs nach, welche Notizen und Namen sichtbar sind. Verwende bei einem Probelauf erfundene Inhalte.
Prüffrage: Wer könnte meinen Eintrag außerhalb der geöffneten App sehen?
Export mit einem Beispiel prüfen
Suche vor dem Umzug nach dem Exportweg, dem Dateiformat und eventuellen Tarifgrenzen. Falls ein Export angeboten wird, öffne eine Beispieldatei: Sind Aufgaben, Routinen und Notizen enthalten und verständlich? Bewahre exportierte Dateien bewusst auf.
Prüffrage: Kann ich meine wichtigen Inhalte später tatsächlich weiterverwenden?
Löschung getrennt betrachten
Unterscheide einen gelöschten Eintrag, ein gelöschtes Konto und eine deinstallierte App. Lies, was mit Serverdaten, Backups und bereits exportierten Kopien geschieht und welche Aufbewahrungsgrenzen genannt werden. Frage bei unklaren Angaben beim Anbieter nach.
Prüffrage: Welche Kopien bleiben nach welchem Löschschritt noch bestehen?
Beispiel: einen privaten Termin sparsam eintragen
Fiktives Beispiel: Für deinen Tagesplan reichen „Termin“, 14:00 Uhr und „um 13:30 losgehen“. Eine Diagnose oder der Inhalt des Gesprächs ist für diese Planung nicht nötig. Prüfe die Benachrichtigungsvorschau und lasse diesen Termin beim Teilen eines Arbeitskalenders weg.
Eine Entscheidung aus deinen Antworten machen
Notiere je Punkt „geklärt“, „nicht benötigt“ oder „offen“. Wenn dir etwa der Datenweg sensibler Notizen unklar bleibt, richte diesen Teil noch nicht ein und frage nach. Wähle anhand deiner Anforderungen; die Checkliste vergibt kein Datenschutz-Siegel.