Alltag strukturieren mit ADHS & Autismus

Wie ich meinen Alltag mit ADHS und Autismus strukturiere.

Keine Produktivitätsmethode. Kein Selbstoptimierungs-Kurs. Ein System, das dir jeden Tag drei Fragen beantwortet — auch wenn dein Kopf gerade nicht mitspielt.

Die Geschichte dahinter

Warum diese App existiert.

Max Anton Schneider, Gründer von meinsystem.app

Max Anton Schneider

Gründer mit Asperger und ADHS

Ich hatte lange mehrmals pro Woche Meltdowns.

Weil mein Kopf alles tragen musste. Jeden Ablauf, jede Entscheidung, jede Routine. Selbst kleine Fragen wie "Was esse ich heute?" haben Kapazität gekostet, die ich einfach nicht hatte. Irgendwann war der Tank leer.

Ich habe alles probiert. Notion, Bullet Journal, GTD, Habit Tracker. Jedes System hatte dasselbe Problem: Es hat vorausgesetzt, dass du morgens aufwachst und weißt, was als nächstes kommt.

"Was ich brauchte, war kein Produktivitätssystem. Ich brauchte etwas, das mir sagt was jetzt gilt. Besonders dann, wenn mein Kopf das gerade nicht kann."

Also habe ich angefangen, meinen Alltag aufzuschreiben. Routinen, Abläufe, Grenzen, Finanzen, alles was ich sonst im Kopf getragen habe. Das hat Jahre gedauert. Aber irgendwann hatte ich deutlich weniger Abstürze.

meinsystem.app ist dieses System. Nicht nur für den Notfall — für den ganzen Alltag. Ich baue es weiter, weil ich täglich selbst damit arbeite.

Max Anton Schneider, Gründer mit Asperger und ADHS

Der Grundgedanke

Das System stellt drei Fragen.
Du richtest es einmal ein.

Die meisten Apps beantworten nur eine davon — meist „Was steht als Nächstes an?“ meinsystem.app beantwortet alle drei, damit du nicht ständig neu sortieren musst.

Was?

Was ist heute los?

Wochentag, Datum, deine Termine und geplanten Routinen — auf einen Blick. Du musst nicht erst rekonstruieren, was heute überhaupt gilt. Die Tagesansicht zeigt dir den Rahmen, bevor du in einen einzelnen Schritt gehst.

TageskalenderTermineRoutinenTodos
Wo?

Wo bin ich gerade im Tag?

Welche Routine ist dran? Welcher Schritt kommt als Nächstes? Im Tages-Flow arbeitest du Schritt für Schritt ab — ohne neu sortieren, ohne leeren Bildschirm. Du folgst dem Plan, den du in einem ruhigen Moment aufgeschrieben hast.

Tages-FlowRoutinenSchritt für Schritt
Genug?

Habe ich das Wichtigste gemacht?

Nicht alles — das Wichtigste. Ziele halten größere Vorhaben sichtbar, auch wenn der Alltag sie verdrängt. Abgehakte Routinenschritte zeigen dir, was du heute schon geschafft hast. Ohne Streaks, ohne Druck: du entscheidest, wann es genug ist.

ZieleKompassLebensbereiche

Du musst nicht alles auf einmal aufbauen. Eine Morgenroutine im Kalender reicht — der Rest wächst mit der Zeit.

Die Bausteine

Wie ich jeden Teil nutze.

Das sind die Teile, die heute in der App stecken — und die die drei Fragen beantworten.

01

Tageskalender

Ein Blick — und du weißt, was heute gilt.

Morgens öffne ich die App und sehe sofort: Welche Termine stehen an? Welche Routinen sind für heute geplant? Was ist als Todo mit Datum fällig? Google-Kalender-Termine kann ich dazu verbinden, damit nichts in einer zweiten App hängen bleibt. Das ist meine Antwort auf „Was ist heute los?“ — der Rahmen des Tages, nicht ein endloser Aufgabenstapel.

Tag-, Wochen- und Monatsansicht. Routinen und Termine an einem Ort, ohne zwischen Apps zu springen.

02

Routinen

Einmal aufschreiben. Jeden Tag abrufbar.

Ich habe angefangen, meinen Tag zu beobachten: Was mache ich immer? Was entscheide ich jeden Morgen neu und hasse diese Entscheidung? Das landet in Routinen — z. B. Aufstehen, Fenster auf, Zähne putzen, Frühstück. Wenn der Kopf voll ist, steht der nächste Schritt einfach da. Ich hake ab und gehe weiter.

Jede Routine besteht aus konkreten Schritten. Im Kalender siehst du, wann sie dran ist, und arbeitest sie Schritt für Schritt ab.

03

Sequenzen

Wiederkehrende Abläufe einmal bauen, überall nutzen.

Manche Schrittfolgen kommen in mehreren Routinen vor — „vor der Tür raus“ oder ein kurzes Abend-Ritual. Dafür nutze ich Sequenzen: einmal anlegen, in jede Routine einbinden. Ändere ich die Sequenz, gilt das überall. Weniger Tippen, weniger vergessene Schritte.

Sequenzen leben in der Bibliothek. Beim Bearbeiten einer Routine fügst du sie ein — die Schritte erscheinen automatisch.

04

Ziele & Kompass

Das Wichtige bleibt sichtbar — auch über den Tag hinaus.

Nicht alles passt in eine Tagesroutine. Projekte, Gewohnheiten, Bereiche wie Gesundheit oder Beziehung — dafür nutze ich Ziele mit Meilensteinen und den Kompass für Lebensbereiche. So verliere ich nicht den Überblick, wenn der Alltag lauter wird als die großen Vorhaben.

Kein Drängen, keine Deadlines von der App. Du siehst den Stand und entscheidest selbst, wann du weitermachst.

05

Todos

Einmalige Dinge — ohne sie in eine Routine zu pressen.

Manche Aufgaben kommen einmal vor: Paket abholen, etwas für einen Termin vorbereiten, eine E-Mail schreiben. Dafür nutze ich Todos mit optionalem Fälligkeitsdatum. Sie hängen am Lebensbereich, an einer Routine, Sequenz oder einem Termin — damit ich später weiß, wozu sie gehören.

Kein endloser Aufgabenstapel. Offene Todos siehst du sortiert nach Datum; erledigt landet in der Historie.

Wo anfangen

Kein perfektes System von Anfang an.

Ich habe mein System über Jahre aufgebaut. Du fängst mit einem Schritt an — genau wie im Onboarding der App.

1

Beobachte einen normalen Tag

Was machst du immer? Was entscheidest du jeden Morgen neu? Schreib es auf — noch ohne App, nur für dich.

2

Bau deine erste Routine

Am besten die Morgenroutine. Jeden Schritt einzeln, so wie er wirklich läuft — nicht die Idealversion.

3

Leg sie im Kalender fest

Wann findet die Routine statt? Einmal eintragen — danach taucht sie jeden Tag an der richtigen Stelle auf.

4

Folge dem nächsten Schritt

App auf, Tagesansicht öffnen, abhaken. Kein Sortieren, keine leere Fläche. Eine Routine reicht für den Anfang.

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Weniger Entscheidungsstress. Mehr Struktur im Alltag.

Kein Perfektionismus nötig. Fang klein an. Eine Routine reicht. Das System wächst mit dir.

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